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Versicherung im Job

November 19th, 2011 by alex

In Deutschland existiert ein Gesundheitssystem, das auf zwei Säulen ruht – der GKV und der privaten Krankenversicherung. Beide haben ihre Wurzeln in den Sozialgesetzen des 19. Jahrhunderts. Trotz eines gemeinsamen Ursprungs unterscheiden sich beide Versicherungssysteme in wesentlichen Punkten. Viele Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung, egal ob Busfahrer, Krankenpfleger, Ingenieure oder Techniker, sehen in der PKV zum Beispiel die bessere Alternative, da sie dem Versicherten einen umfangreichen Leistungskatalog bietet. Die Unterschiede zwischen PKV und GKV gehen aber viel weiter.

PKV: Beitrag vs. Leistung

Anders als die GKV, deren Beitrag sich anhand des Einkommens orientiert (aktueller allg. Beitragssatz; Stand 04/2011: 15,5 Prozent), beruht die Beitragsberechnung in der privaten Krankenversicherung auf anderen Grundlagen. Es spielen für den Einstiegsbeitrag unter anderem das Alter, der Gesundheitszustand, die versicherten Leistungen und das Geschlecht (laut EuGH müssen bis Ende 2012 Unisex-Tarife auf dem Tisch liegen) eine Rolle.

Daher können gerade gut verdienende, gesunde Versicherte in der PKV im Vergleich zur GKV erhebliche Summen beim Beitrag sparen. Im Gegenzug können die Beiträge in der privaten Krankenversicherung aber beträchtlich steigen. Wie sieht es aber mit den Leistungen in der PKV aus?

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, deren Leistungsrahmen relativ starr vorgegeben ist, können in der PKV die Versicherten aus einem breiten Leistungsspektrum wählen. Und sich so eine individuelle Krankenversicherung aus Chefarztbehandlung, Ein- oder Zweibettzimmer und hochwertigem Zahnersatz zusammenstellen. Allerdings hat dieser Pluspunkt seinen Preis.

Keine Familienversicherung in der PKV

Die private Krankenversicherung punktet vor allem im Bereich der individuellen Leistungsgestaltung. In einem Punkt steht sie allerdings hinter der GKV zurück. In der PKV fehlt ein Tarifmodell, das mit der Familienversicherung vergleichbar wäre. Insbesondere Eltern müssen daher noch genauer vergleichen, ob sie tatsächlich den Schritt in die private Krankenversicherung wagen.

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