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Welche Aufgaben übernimmt das Stiftungsmanagement?

Mai 20th, 2011 by alex

Das Stiftungsmanagement einer Stiftung ist das zentrale Organ der Organisation. Eine Stiftung hat keine Gesellschafter wie eine Gesellschaft oder Mitglieder wie ein Verein. Sie werden als eine mit einer juristischen Persönlichkeit ausgestattete Vermögensmasse bezeichnet, die den vom Stifter vorgegebenen Stiftungszweck verwirklichen soll. Kennzeichnend ist, dass sie der Stifter mit einer Vermögensmasse ausgestattet und einen Stiftungszweck vorgeschrieben hat und ein Stiftungsmanagement vorhanden ist.

Das Stiftungsmanagement besteht aus dem einzig notwendigen Organ, dem Vorstand. Dieser kann aus mehreren Personen bestehen und vertritt die Stiftung im Innen- und Außenverhältnis. Seine Aufgabe besteht darin, den vom Stiftungsgeber vorgegebenen Stiftungszweck zu verwirklichen. Der Stifter kann in der Stiftungsverfassung oder auch der Vorstand können zur Bewältigung der Alltagsarbeit einen Geschäftsführer berufen oder auch einen Stiftungsbeirat bestellen, der den Vorstand überwacht und berät und gegebenenfalls abberuft und neu bestellt.

Stiftungen können sehr unterschiedliche Zwecke verfolgen. Sie dienen oft öffentlichen Zwecken und fördern wissenschaftliche oder erzieherische Ziele oder dienen der Wohltätigkeit. Ihnen gegenüber stehen die privatnützigen Stiftungen, deren Zweck in der Verfolgung privater Interessen liegt. Familienstiftungen bezwecken so die Verwaltung und Erhaltung großer Familienvermögen im Interesse aller Familienmitglieder. Unternehmensstiftungen dienen der Trägerschaft oder dem Betrieb eines Unternehmens, dessen Gründer sich aus dem Alltagsgeschäft zurückgezogen hat oder verstorben ist. Bei fremdnützigen Stiftungen wird oft eine bestimmte Personengruppe begünstigt, indem beispielsweise Stipendien für Studenten vergeben werden. Auch die Allgemeinheit kann begünstigt werden, wenn die Stiftung die Erhaltung eines Kulturdenkmals oder die Förderung eines Museums zum Zweck hat.

Vorrangiges Ziel des Stiftungsmanagement ist es, das Stiftungskapital durch eine kompetente Anlagestrategie zu erhalten und zu vermehren. Der Ertrag dient dazu, den Stiftungszweck umzusetzen. Das Stiftungsrecht gibt dazu enge Rahmenbedingungen vor. Innerhalb dieses Rahmens können Stifter und Vorstand frei über die Anlageform entscheiden. Eventuelle Verluste muss das Stiftungsmanagement in den Folgejahren durch geeignete Maßnahmen, beispielsweise in Form risikofreier oder langfristiger Anlagestrategien und Sparmaßnahmen wieder ausgleichen. Geht das Stiftungskapital verloren, muss die Stiftung aufgelöst werden.

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